Luxushoteltipps 2017: fünf Sterne to go

Richtig schicke Hotels kosten eine Stange Geld. Ist so, trotz gelegentlicher Schnäppchen-Deals auf Buchungs-Websites. Trotzdem wäre es jammerschade, einen Bogen um 4- und 5-Sterne-Häuser zu machen – schließlich gibt’s das VIP-Feeling auch schon bei einem Kurzbesuch. Und in der Bar einen Drink zu nehmen, im Spa eine Massage zu buchen, das passt auch zum schmaleren Budget. Wir haben fünf besondere Tipps für euch zusammengestellt.

So macht Schietwetter Spa(s): Das Spa im Vier Jahreszeiten, Hamburg

Ja: Einen Dachgarten hat es auch. All den bösen Zungen zum Trotz, die behaupten, Hamburger Jahreszeiten würden sich nur durch unterschiedlich temperierte Regentropfen unterscheiden. Egal. Denn so traumhaft entrückt wie im fünften Stock des Traditionshauses an der Alster möchte man seinen Tag so oder so vertrödeln, egal bei welchem Wetter. Kommt nur darauf an, was nach der Hot-Stone-Massage oder der Luxus-Maniküre besser passt: das abgehobene Sylt-Feeling in der Freiluft-Lounge mit Alsterblick auf dem Dach oder Kamin-Kuscheln im Ruheraum, der an ein englisches Landhaus erinnert. Gut, dass gerade April ist und das Wetter sich im Stundentakt ändert – einfach beides ausprobieren! Mehr: www.fairmont-hvj.de/de/spafitnessclub.php

Luxushoteltipps 2017

Ganzjahreskuscheln: Im Vier-Jahres-Zeiten-Spa in Hamburg (c) Guido Leifheim

 Five-o-clock-tea at its best: The Cadogan, London

Wenn man hier zur „Tea Time“ mitten im schicken Knightsbridge einkehrt, fühlt man sich wie im feuchten Traum eines Brexit-Befürworters: Mehr England passt nicht auf eine Etagere. Dreieckige Gurkensandwiches, Scones mit Clotted Cream, winzige Törtchen, dazu selbstverständlich ein Tässchen Darjeeling statt des sonst bevorzugten Latte Macchiato. Könnte ja sein, dass die Queen vorbei kommt, oder Sherlock Holmes. Und die wären beide not amused über diesen Fauxpas. Hier stimmt einfach alles, von der Tapete über die Gebäckauswahl bis zum distinguierten Kellner. Wir haben uns den Spaß im Lauf der Jahre gleich zwei mal gegönnt (Reservierung wird empfohlen!), und obwohl es natürlich keinen offiziellen Dresscode gibt, fanden wir: In Nachmittagskleid (sie) und Dreiteiler (er) speist es sich noch angenehmer. Übrigens, liebe britische Freunde: Wollt ihr euch das nicht doch noch mal überlegen mit dem Brexit? Wir lieben euch – und eure „Finger Sandwiches“! Mehr: http://www.cadogan-hotel-london.co.uk/

Japanisch-peruanisch essen in Bayern: Mandarin Oriental, München

Japanisch-peruanisch klingt nach einer besonders crazy Variante von Fusion Food, aber das täuscht. Weil Peru traditionell eine große japanische Community hat, kommen von dort seit jeher Gerichte wie Sashimi vom Gelbflossenthunfisch und schwarzem Kabeljau mit Jalapenos oder Lammbraten mit peruanischer Anticucho-Sauce. Gibt’s in Lima – und seit etwas über einem Jahr auch im neuen Matshuhisa-Restaurant im Mandarin Oriental in der Münchner Innenstadt. Der Mann dahinter heißt Nobu Matshuhisa und ist eine Legende: bekocht die Celebrities von Beverly Hills, betreibt mittlerweile fünf Dependancen weltweit. Wer erstmal reinschnuppern möchte, probiert das „Matsuhisa Lunch“ in der „Bar 31“, im Erdgeschoss des Hotels gelegen – alles dabei von Bento-Boxen bis zur japanischen Variante des Wiener Schnitzels mit Krautsalat. Und jetzt soll noch mal jemand behaupten, München sei keine wirkliche Weltstadt, zefix! Mehr: http://www.mandarinoriental.de/munich/fine-dining/matsuhisa-munich/

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Zwischen Tokio und den Anden: Sushi-Bar im Matsuhisa, München (c) Mandarin Oriental Hotels

Aperol Spritz mit Blick auf den Markusplatz: Hilton, Venedig

Von allen sagenhaften und berühmten Orten in Venedig ist der Markusplatz der, an dem man lieber nicht sein möchte. Okay, in der Parfümwerbung sieht er toll aus: die Stele mit dem Wahrzeichen Venedigs, dem Markuslöwen, daneben der berühmte Glockenturm Campanile, der weite Platz mit den Arkaden. Aber das ist eben Parfümwerbung, und im wirklichen Leben fühlt man sich im Gedränge eher wie in der Tokioter U-Bahn zur Stoßzeit. Man sieht auch ähnliche Gesichter. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: entweder den Markusplatz großzügig umgehen, oder mit einer Fähre auf die Nachbarinsel Giudecca fahren, sich in die Dachterrassenbar des dortigen Hilton setzen, einen Aperol Spritz bestellen und sich den Platz aus der Ferne von oben anschauen. Von dort hat er nämlich durchaus Charme, und sieht sogar noch besser aus als in der Parfümwerbung. Eigentlich liegt einem die ganze Stadt zu Füßen, siehe Foto oben. Zurück fahren übrigens kostenlose Shuttle-Boote des Hotels – und da fragt auch keiner so genau, ob man in der Präsidentensuite genächtigt hat oder nur einen Drink auf der Dachterrasse eingenommen hat. Mehr: http://www.skylinebarvenice.com/en/

Gib mir ein Müsli, Baby: Auersperg, Salzburg

Österreich ist glücklich, Österreich ist cool. Österreich hat Wolf Haas und Doris Knecht und die Kultband Wanda, und Österreich hat das Auersperg, ein familiär geführtes Boutique-Hotel mit dem schönsten Spa über den Dächern Salzburgs und einem coolen Interior-Mix aus Familienantiquitäten und Sixties-Design. Die schlechte Nachricht ist: Ins Spa dürfen nur Hausgäste. Die gute: Die kleine, feine Bar ist für alle offen, vor allem aber der einladende Frühstücksraum mit seiner hübsch bepflanzten Innenhof-Terrasse. Da kann es schon mal passieren, dass die Hotelbewohner am Sonntag morgen ein paar Minuten auf einen freien Tisch warten müssen, weil so viele externe Gäste reserviert haben. Sensationelle Auswahl an feinem, regionalen Bio-Food, coole Menschen, und der Stadtbummel danach startet direkt vor der Tür. Bussi, Baby! Mehr: www.auersperg.at

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Und jetzt ein Kipferl und einen kleinen Braunen: Frühstücksgarten im Auersperg (c) Hotel Auersperg

 

 

 

 

 

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