Do-it-yourself-Coaching: Hier geht’s zum Durchblick

Auf unseren Text über kollegiales Coaching haben wir viel positive Rückmeldungen bekommen – toll, wenn euch eine Idee von uns inspiriert. Wir hätten hier noch eine zweite. Denn so wunderbar eine feste Gruppe ist, manchmal tut’s auch schon ein Nachmittag mit der besten Freundin oder dem Partner. „Oft braucht es fürs Job-Coaching keinen Profi. Sondern nur einen wachen Blick, um einander auf die Sprünge zu helfen“, sagt Susanne Westphal, Kommunikations-Trainerin mit Sitz am Chiemsee. Hier verrät sie einige Gedankenspiele fürs Do-it-yourself-Coaching auf dem Weg zum Wohlfühl-Job – klappt am besten zu zweit, zum Teil aber auch ganz allein für sich.

 

Do-it-yourself-Coaching

Kommunikation leicht gemacht: Trainerin Susanne Westphal (c) Susanne Westphal

Was macht dich an? Zeichnet euer Leben als Zeitstrahl und tragt in 5-Jahres-Abständen ein: Was hat euch mit 10, 15, 25 besonders glücklich gemacht? Was bedrückt? Dann sucht gemeinsam den roten Faden. Haben die Highlights z. B. immer mit Menschen und Geborgenheit zu tun? Lauft ihr auf der Bühne zu Hochform auf – vom Schultheater bis zur Meeting-Leitung? Hat euer Job den Kick, den ihr braucht?

Was glaubst du eigentlich? „Ein Job muss sicher sein“, oder „Arbeiten macht nur Spaß, wenn ich mein eigener Chef bin“ – unterschiedliche Glaubenssätze prägen uns. Zeichnet euren Stammbaum auf und redet darüber: Waren Eltern und Großeltern angestellt, selbständig, Beamte? Welche Haltung zu Arbeit haben sie euch vermittelt? Von welchen Glaubenssätzen seid Ihr wirklich überzeugt – und welche gehören in die Tonne?

Erste Erkenntnis beim Do-it-yourself-Coaching: Du bist der Regisseur im eigenen Leben

Wie geht die Geschichte aus? Erzählt euer Leben doch mal eurer besten Freundin oder eurem Partner – und zwar so, ganz so, als wär’s ein Stück Hollywood. Ein Blockbuster mit dem Titel: „Wie ich meinen Traumjob fand“, von der Vergangenheit bis in die bestmögliche Zukunft. Die Zuhörerin oder der Zuhörer achtet jeweils nicht nur auf den Inhalt, sondern vor allem auf die Sprache: Wo benutzt die Erzählerin Brems-Wörter („eigentlich sollte ich….“, „vielleicht“), wo steckt Energie drin („Ich will…“, „unbedingt…“)? Passen bewusste Ziele und unbewusste Wünsche zusammen?

Wer bist du? Zack, zack, zack: Welche drei positiven, welche drei negativen Begriffe fallen euch als erstes ein, wenn ihr euch gegenseitig beschreiben sollt? Schärft Selbst- und Fremdwahrnehmung, lässt Raum für faire, nicht verletzende Kritik.

Auf welcher Seite stehst du? Gut zur Entscheidungshilfe, z. B. Jobangebot in einer anderen Stadt annehmen oder bleiben lassen: Schaut euch im Sport-Kanal ein Mannschaftsspiel an. Am besten eine Sportart, die euch herzlich egal ist und in der nicht euer Heimatort mitspielt. Dabei ordnet ihr die Alternativen den Mannschaften zu. Fiebert ihr mit den Rostocker Piranhas oder den Erfurter Black Dragons mit? Auf dieser Seite schlägt euer Herz.

Wohin mit dem ganzen Geld? Was würdet ihr tun, wenn ihr unverhofft fünf Millionen Euro geschenkt bekämt? Haus, Auto, Weltreise – klar. Aber was dann? Wirklich nie wieder arbeiten? Ein eigenes Unternehmen gründen? Oder eine Stiftung? Eine Gesangsausbildung beginnen oder einen Roman schreiben? Verrät viel über unsere verborgenen Antriebe.

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