Advents-Quickies: fünf Mal Stimmung auf die Schnelle

Ich mag es gerne weihnachtlich: den Duft, das passende Essen, die besondere Deko, die im Advent ausgepackt wird und noch vor Silvester wieder auf dem Dachboden verschwindet. Nur: Als Working Mum mit zwei recht kleinen Kindern habe ich in der Vorweihnachtszeit ungefähr so viel Muße wie Angela Merkel in der heißen Phase eines Wahlkampfes. Und bin handwerklich etwa so geschickt wie ein Pavian mit beidseitigem Daumenbruch. Macht aber nichts: Hier kommen meine fünf Advents-Quickies, die schnell und unkompliziert Stimmung zaubern.

Zum Genießen: Wer sagt denn, dass es immer ganze Vögel sein müssen? Ich liebe den weihnachtlichen Geschmack von gebratener Ente, aber stundenlanges Garen und Gießen ist meine Sache nicht. Alternative nicht nur für den 24., sondern auch schon für ein festliches Adventsessen: Flugentenbrust. Die fettige Hautseite rautenförmig über Kreuz einschneiden, salzen, pfeffern, Filets von zwei Seiten jeweils etwa fünf Minuten in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anbraten und in einer feuerfesten Form bei Mittelhitze im Ofen garen, so etwa 20 bis 30 Minuten je nach Größe und je nachdem, wie gut das Fleisch durch sein soll. Dann in Scheiben schneiden und auf dem Teller mit Balsamicocreme anrichten – kann man aus dem Spender gut dosieren und damit dekorative Spiralen malen. Fein als Begleitung ist ein winterlicher Feldsalat, je nach Geschmack mit Walnüssen, Speckwürfelchen, klein geschnittener Birne, und ebenfalls lecker angemacht mit Senf-Balsamico-Sauce. Dazu auch noch Kartoffeln und Rotkohl? Kann, muss nicht.

Zum Anstoßen: Pimp your Glühwein! Fertig gekaufter ist durchaus trinkbar, lecker darin sind frisch geschnittene Orangenwürfelchen – Bowle-Effekt! Die alkoholfreie Variante, nicht nur für Kinder oder Schwangere: naturtrüben Apfelsaft im Topf erhitzen und mit Zimt abschmecken.

Der einfachste Cocktail der Welt: Glühweinbowle ©Thinkstock

Der einfachste Cocktail der Welt: Glühweinbowle ©Thinkstock

Zum Schnuppern: Wenn mir der Duft echter Bienenwachskerzen in die Nase steigt, komme ich ganz von selbst in Weihnachtsstimmung. Nicht nur, dass ich eisern an der Tradition meiner Kindheit festhalte und den Weihnachtsbaum mit 20 bis 30 brennenden Kerzen erleuchte (und in 46 Jahren auf dieser Erde habe ich nicht einen Zimmerbrand erlebt!), ich bestücke auch schon zu Beginn der Adventszeit regelmäßig den schwarzen Elchleuchter aus einem großen schwedischen Möbelhaus mit den hundertprozentigen aus dem Drogeriemarkt und zünde sie abends an. Mmmh!

Advents-Quickies

Bienenwachkerze: sauteuer, echt, und duftet nach Weihnachten ©Thinkstock

Zum Mitsummen: Nichts gegen Bad Tölz und seine singenden Knaben, aber ich persönlich mag eine andere Form von festlicher Musik für lange Advents- und Winterabende. Meine Favoriten: Die schönsten klassischen Händel-Kantaten hat das Label Glossa Music aufgelegt, sonst schmeichelt mich die Stimme der irischen Singer-Songwriterin Loreena McKennitt wunderbar durch die Dunkelheit. Zum Beispiel auf dem Album „Nights from the Alhambra“.

Zum Vorfreuen: Deko? Oh je. Stichwort „Pavian mit beidseitigem Daumenbruch.“ Aber eines funktioniert immer, erfordert keine komplizierten Bastelarbeiten und lässt sich problemlos wieder einsammeln: entweder kleine Goldsternchen, die man einfach zwanglos auf der Tischdecke verteilt, oder ein bisschen Natur-Nippes. Z.B. kleine Tannenzapfen aus dem Wald, mit Goldbronze lackiert. Das schaffe sogar ich – und meine Kinder im Zweifelsfall noch besser. Außerdem halten die Dinger wahrscheinlich, bis der Nachwuchs aus dem Haus ist. Also noch sehr, sehr lange.

Advents-Quickies

Für Golden Girls: Tannenzapfendeko schafft sogar Verena © Thinkstock

 

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