Detox light im Dezember

Kekse, Glühwein, Stollen und Marzipan: Ein echt fetter Monat, der Dezember! Für mich allerdings nicht. Ich bin bin ja ohnehin kein Weihnachtsfan und flüchte am liebsten in die Ferne. Das klappt leider nicht immer. Diesmal kam Arbeit dazwischen. Also mache ich, was ich immer tue, wenn ich den Dezember in Hamburg verbringe. Statt wie viele andere vom Adventskaffee zum Weihnachtsmarkt zu pendeln, beginne ich Anfang Dezember mit einer Detox-light-Phase. Und die geht so: wenig Alkohol, viel Schlaf, ganz viel Tee, regelmäßig Sport und Sauna und noch ein paar Powerstoffe wie Vitamingetränke oder Detoxprodukte. Immer dabei ist mein vor allem im Winter heißgeliebter Ayurvedatee von Gschwender.

Schmunzeln musste ich, als ich Anfang Dezember eine Flasche LaVita Vitaminsaft zugeschickt bekam. Wissen die, dass ich im Dezember tradionell auf Vitamine und Mineralien setze? Immer in der Hoffnung, mich in der fiesen Winterzeit wenigstens körperlich richtig wohl zu fühlen. Dazu kam noch ein Buchpaket vom Südwest Verlag. Die Titel lesen sich im Einzelnen so: „Die Eat-Clean Diät“, „Das große Buch der inneren Reinigung“, „F.X. Mayr für zu Hause“, „Warum nehme ich nicht ab?“, „Wie du mit dem Rauchen aufhörst“. Das passt ja wie die Faust aufs Auge. Da ich schon seit vielen Jahren über diese Themen für Zeitschriften schreibe, bekomme ich diese Bücher als Recherchematerial zugeschickt.

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Die Eat-Clean Diät verspricht: Abnehmen geht ganz automatisch mit frischen, natürlichen Zutaten, ohne zu hungern

Wirklich lachen musste ich, als danach sofort das Frische-Paket von Ringana kam! Das Anschreiben lautete: „Weihnachten und d-tox – geht das? Wir sagen ja!“ Da bin ich mit Ringana doch ganz einer Meinung. Nur, dass meine etwas wahllos zusammengewürfelte Dezember-Detox-Light-Phase mit den Ringana-Produkten voll professionalisiert wurde.

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Viel hilft viel: Das sehe ich auch so in Sachen Detox

Jetzt trinke ich täglich zu meinem Glas LaVita, das mehr als 70 natürliche Zutaten enthält, noch den „Energiebooster Ringanachi“. Der kommt in 30-ml-Fläschen und wird mit einem Liter Wasser verdünnt über den Tag getrunken. Der Drink enthält neben Ingwer noch Maca, eine Knolle aus den Anden, die inzwischen schon Superfood-Status hat. Soll wach und stark machen. Meine Mahlzeiten werden zudem noch von den d-tox caps begleitet. Die enthalten neben anderen Wirkstoffen Artischocken-Extrakt, der die Verdauung in Schwung bringen soll, Chlorella, die bekannte „Entgiftungsalge“ und Curcuma, das gelbe Gewürz, das auch bei uns in Europa gerade einen Gesundheitshype erlebt. Das Clean-Eating, das in dem neuen Buch von Tosca Reno beschrieben wird, befolge ich ohnehin schon seit vielen Jahren. Kurzgefasst heißt Clean-Eating einfach nur: keine prozessierten Lebensmittel, je natürlicher, desto besser und im Idealfall selbstgekocht.

Detox light im Winter: Wechselduschen und Körperbürsten gehören dazu

Etwas härter fühlt sich mein Detoxprogramm morgens unter der Dusche an. Bevor ich das tue, bürste ich meinen ganzen Körper mit einer ziemlich harten Sisalbürste ab. Das soll die Entgiftung über die Haut anregen. Und danach dusche ich. Immer schön im Wechsel: eiskalt und reichlich warm. Anfangs bleibt einem fast das Herz stehen, aber nach zwei-, dreimal gewöhnt man sich daran und fühlt sich anschließend so knall-wach, dass man dieses Wechselspiel nicht mehr missen möchte. Freudlos ist das Ganze überhaupt nicht. Im Gegenteil. Da ich ja ohnehin nicht so der Winter- und schon gar nicht der Weihnachtstyp bin, macht mir dieses Detox light überhaupt nichts aus.

Im Gegenteil. Ich freue mich schon auf die Schnäppchenjagd nach dem Fest, wenn überall alles reduziert ist und ich ganz entspannt neue Klamotten probieren werde. Und eines noch: Ein echtes Detoxprogramm mache ich gerne auch im Januar. Im vergangenen war ich zehn Tage dafür auf La Palma mit Ralf Moll beim Fastenwandern unterwegs. Aber die Geschichte erzähle ich euch erst Anfang nächsten Jahres. Und bis dahin: Feiert schön, und macht einfach alles genauso, wie ihr es möchtet. Ob mit oder ohne Detoxprogramm.

Und hier noch ein paar Detox-Tipps für alle, die ich gerade angefixt habe:

Kickstart. Der Tag beginnt gleich viel gesünder, wenn du Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe trinkst. Ideal sind selbst gepresste Frucht- und Gemüsesäfte. Wer selbst nicht pressen will, kann auch hochwertige Säfte aus Reformhaus nehmen und die dann mixen. Wichtig: keine Saftkonzentrate aus dem Supermarkt. Die enthalten wenig Vitalstoffe, aber viel Zucker.

Einmal Ölwechsel bitte! Klingt nicht gerade lecker, ist aber harmlos. Vor dem Zähneputzen 1 TL Sonnenblumenöl für etwa 5 Min. im Mund hin- und herziehen. Naturheilkundler schwören auf den entgiftenden Effekt. Krankheitserreger und Bakterien auf der Mund- und Rachenschleimhaut werden durch das Öl gebunden und einfach ausgespuckt.

Tatort Bad: Trockenschrubben. Gönne dir ein paar Minuten vor dem Duschen, denn Trockenbürsten macht fit und knackig. Mit einem Sisalhandschuh oder einer weichen Körperbürste das rechte Bein, erst außen dann innen, danach das linke Bein mit leichtem Druck bürsten. Nach dem gleichen Schema die Arme und zum Schluss Brust, Bauch, Nacken und den Rücken bearbeiten. Macht blitzwach, stärkt den Kreislauf und die Durchblutung und bringt dadurch langfristig eine gute Figur. Tabu ist das Bürsten allerdings bei Hauterkrankungen und Krampfadern.

Richtig tanken. Die einfachste aller Detox-Anwendungen – reinschütten und reinigen. 2-3 Liter stilles Wasser, Kräutertees (z. B. Pfefferminze, Melisse, Hibiskus) oder Saftschorlen spülen Giftstoffe und Erreger aus dem Körper. Wer Probleme mit der Menge hat, sollte sich die Menge flaschenweise hinstellen. Dadurch bekommt man erstmal einen Überblick, wie viel das tatsächlich ist und der Körper stellt sich nach kurzer Zeit automatisch auf die größere Befüllung ein.

Entspannung für die Leber. Manchmal braucht unsere Leber ein bisschen Nachhilfe. Dafür ein feuchtes Tuch unter den Rippenbogen auf die rechte Bauchseite legen, eine warme Wärmflasche darauf und ein Handtuch darüber legen. Mit dieser Packung zwanzig Minuten hinlegen und entspannen. Wirkt gemütlich einschläfernd und hilft der Leber beim Entgiften.

Bewegung! Dreißig Minuten am Stück. Soviel Bewegung muss ein Mal am Tag mindestens sein. Denn über die Venen wird verbrauchtes Blut zur Lunge gepumpt und da wieder mit Sauerstoff angereichert. Ob das beim Joggen, Walken oder Radfahren passiert, ist egal. Wichtig ist nur, dass du die halbe Stunde schaffst. Putzen, den Keller ausmisten oder Schnee fegen, gelten übrigens auch.

Öl-Joghurt-Kombi: Leinöl und Jogurt sind die beste Waffe gegen freie Radikale, die z. B. durchs Rauchen, aus Ozon oder Schwermetallbelastung entstehen. Leinöl (möglichst Bio aus dem Reformhaus) enthält hohe Anteile an Vitaminen, Mineralstoffen und essentiellen Fettsäuren. Die machen sogar schön, weil sie gegen trockene Haut und brüchige Haare wirken! 1-2 EL in einem Jogurt verrühren. Der Jogurt liefert zudem wertvolles Eiweiß und gesunde Bakterien für den Darm.

Fitmacher Brottrunk. Zugegeben – er schmeckt nicht wirklich gut. Aber die Milchsäurebakterien, Spurenelemente und Enzyme halten den Darm gesund und wirken dadurch reinigend im Körper. Ein kleines Glas (100 ml) am Tag, eventuell mit Apfelsaft verdünnt, reicht schon für den Gesund-Effekt.

Nimm es ein Mal in der Woche leicht und lege einen Tag ohne Fast-Food und Fleisch ein. Dazu noch ein Entspannungsbad und die Woche ist ein bisschen weniger giftig.

 

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