Bitter: Gesundheit ohne Bäh

Es ist die bittere Wahrheit: Dieser Geschmack ist gesund und entwickelt sich gerade zum neuen Küchentrend. Denn dieses Bittere, das im Übermaß dazu führt, dass sich Gesichter verziehen oder einige sich sogar schütteln müssen, gibt vielen Gerichten nicht nur eine besondere Note. Die Verursacher dieser Geschmacksrichtung, die Bitterstoffe, sind auch noch gesund. Sie unterstützen die Verdauung, vor allem die der Fette, die uns als Geschmacksträger einen besonderen Genuss bescheren. Außerdem sollen die kleinen Bitterbomben noch unser Immunsystem stärken und die Abwehr fit machen.

Ziemlich viele gute Gründe für eine kleine Extra-Artischocke, etwas vom Chicorée oder einer Tasse grünen Tees. Ja, der gehört auch zu den bitteren Lebensmitteln. Tatsächlich ist das Bittere aus vielen Gemüsesorten herausgezüchtet worden. Wir 40-somethings erinnern uns noch an die wirklich bitteren Pampelmusen von früher, oder? Auch Rosenkohl schmeckte weniger zahm als heute.

Bitter: Gesundheit, die nicht jedem schmeckt

Einige, vor allem kleine Menschen, ekeln sich geradezu vor dem bitteren Geschmack. Sie machen dann lustige Gesichter oder schütteln sich. Die Erklärung: In der Natur weist ein bitterer Geschmack oft darauf hin, dass etwas unreif oder giftig ist. Eine gewisse Scheu schadet also nicht. Aber wohl dosiert, offenbart die herbe Note ganz neue Geschmacksabenteuer.

Bitter Gesundheit Salbei 40-something.de ©stuxpixabay

Bitter: Gesundheit per Geschmack – Salbei und Rosmarin enthalten auch Bitterstoffe

Tatsächlich muss es nicht gleich eine ganze Artischocke sein. Bitterstoffe tarnen sich gern. Auch Salbei, Rosamrin, Ingwer, Kardamom, Oregano und die Schale von Zitrusfrüchten enthalten sie. In kleinen Dosierungen würde das kaum auffallen. Und dennoch liefert das kleine bittere Extra das kleine Quäntchen besonderen Geschmack.

Kochbuchtipp: bittere Anfänger aufgepasst!

Auch wenn mir meine Gesundheit wichtig ist, allein deshalb würde ich nicht meine Kochrituale ändern. Muss ich auch nicht. Ich liebe Kumquats, Rosenkohl, Sellerie, Chirorée, Espresso, Zimt und Spargel. Alles kleine gesunde Bitterbomben. Jetzt werde ich meine Rezepte noch um einige ergänzen. Nächstes Mal verfeinere ich meinen Ceasar’s Salad noch mit Radicchio und Endiviensalat, oder ich genehmige mir einen Bitter Sweet Aperol. Die Anregungen dafür finde ich in einem wunderbaren neuen  Kochbuch. Die Autorin Manuela Rüther hat mich mit ihrem neuen Titel „Bitter – Der vergessene Geschmack“ (AT-Verlag, 240 Seiten, 29,90 Euro) total überzeugt: Mir stehen bittere Zeiten bevor.

 

Bitter Gesundheit Buch Bitter AT Verlag 40-something.de

 

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