Aloe Vera-Naturkosmetik: das grüne Wunder

Beauty-Behandlungen sind was Schönes. Ich kann nur schwer darüber schreiben. Das hat zwei Gründe: Erstens ist eigentlich Esther unsere Beauty-Queen, und sie geht dem Thema mit viel mehr Sachkenntnis auf den Grund als ich. Zweitens: Ich nicke jedes Mal ein, wenn ich in so einer weichen Liege lande. Im Dämmerzustand bekomme ich vielleicht noch mit, wie gepeelt und gecremt wird. Aber spätestens, wenn zwei Wattepads mit Augenpflege auf meinen Lidern landen, schickt mich das ins Träumeland. 20 Minuten später wache ich aus dem Schönheitsschlaf auf, rosig und erfrischt, und frage mich: Wie haben die das diesmal gemacht?

Jedenfalls bis zum vergangenen Freitag. Denn da war ich auf einmal hellwach. Beim Wellnesswochenende im Biohotel Sturm in der Rhön hatte ich intensive Feuchtigkeitspflege gebucht. Aber die Kosmetikerin und Gesundheitsberaterin Andrea Kregler rückte nicht mit Tiegelchen und Töpfchen an, sondern mit einem frisch aufgeschnittenen Pflanzenblatt, dessen Kanten feucht und saftig schimmerten. Es duftete fein und angenehm. Pure Aloe Vera. Das wollte ich erst einmal genauer wissen: Natur-Gel aus der Pflanze statt industriell hergestellter Creme? Andrea klärte mich auf: „Das bleibt nicht an der Hautoberfläche wie andere Substanzen, sondern bringt Pflanzennährstoffe bis tief in die Zellen. Dadurch wirkt die anschließende Pflege besonders intensiv.“ Weiter erfuhr ich: Das Wunderding wächst nicht etwa im lauschigen Hotelgarten. Sondern wird aus Ecuador importiert. Natürlich zu 100 Prozent bio.

Aloe Vera-Biokosmetik

Lasst uns über Wellness reden! Im herbstlichen Hotelgarten (c) Verena Carl

Aloe Vera-Naturkosmetik: bloß nicht mit Chemie kombinieren!

Nun kann man mir ja viel erzählen. Und nach einer Beauty-Behandlung wirkt die Haut immer erfrischt – ob im Bling-Bling-Spa mit 5-Sterne-Kosmetik oder in der Preiswert-Variante. Allerdings: So strahlend sah ich dann doch lange nicht mehr aus wie nach der Stunde mit Andrea und ihrer Aloe Vera-Naturkosmetik. Schon gar nicht drei Tage nach dem stressigsten Trip meines Lebens. Zum Abschied drückte sie mir die halb gemolkene Pflanze in eine Kosmetiktuch in die Hand: „Die hat noch so viel Saft, das tragen Sie heute abend und morgen früh auch noch mal auf.“ Zum Abschluss gab sie mir noch einen guten Rat mit auf den Weg: Nach einer Aloe-Behandlung möglichts keine Creme mit Parabenen benutzen. Diese Inhaltsstoffe, die in vielen Produkten enthalten sind, würden dann nämlich in tiefere Hautschichten geraten und außerdem die Poren verstopfen – keine schöne Vorstellung. Schließlich plage ich mich auch als 40-something noch mit Resten von Pubertätsakne.

Und was hat es nun auf sich mit dieser Wunderpflanze? Vertrieben wird das kostbare Grünzeug und auch die dazu passenden Pflegeserien von einer kleinen, feinen Firma am Starnberger See. Die Gründerin von Pharmos Natur, Margot Esser-Greineder, entdeckte die besondere Kraft der Aloe bereits vor drei Jahrzehnten, als das Pflanzengel sie nach einem schweren Unfall von massiven Verbrennungen kurierte. Sie gab ihre Karriere in der Pharmaindustrie auf und widmete ihr neues Leben ganz dem Thema Naturheilkunde und Bio-Kosmetik. Aus dem kleinen Startup wurde eine Kosmetikfirma mit 40 Mitarbeitern, und bei der Entwicklung neuer Kosmetiklinien setzt man auf die Kombination von altem Wissen und naturwissenschaftlicher Erkenntnis.

Aloe Vera-Biokosmetik

Schwimmteich im Hotel Sturm: idyllische Abkühlung nach der Gartensauna (c) Verena Carl

Schwingungen? Lichtenergie? Diese Pflanze wirkt auch ohne Eso-Trip

Liest man die Unternehmensbroschüre, ist viel die Rede von Schwingungen und Lichtenergie. Daran muss man nicht glauben. Aber um die Wirkung zu spüren, muss man kein Yoga-Fan sein. Die überzeugt auch Esoterik-Muffel wie mich.

Bei der Abreise aus dem Hotel habe ich natürlich im Badezimmer abgeräumt: Alle Pröbchen, die da rumlagen, mussten mit. Vor allem das kleine Set „Love your age“-Creme von Pharmos, schon alleine weil’s so gut zu unserem Blog-Motto passt: „endlich alt genug“. Für wirklich gute Kosmetik auf jeden Fall. Die Creme enthält ebenfalls Aloe Vera, dazu weitere sechs Wirkpflanzen, und ist ohne Zusatz von Wasser, Parabenen und Chemie hergestellt. Ob das auch so wohltuend ist wie die pure Pflanze? Keine Ahnung. Das hebe ich mir nämlich noch auf. Für einen Moment, in dem ich wirklich, wirklich gestresst bin.

 

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