Sugar Girls: ein Buch über den Traum vom eigenen Café

Da ist uns doch neulich etwas ganz besonderes über den Weg gelaufen: ein all-in-one-Buch! Für den Bildband „Sugar Girls“ haben die Autorinnen Meike Werkmeister (rechts im Bild) und Jana Henschel (links) zusammen mit der Fotografin Ulrike Schacht (Mitte) Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz besucht, die sich einen Traum erfüllt haben: das eigene Café. Dafür war das süße Trio nicht nur in Metropolen unterwegs – in Hamburg, Berlin und München gibt es stylische Läden schließlich wie Sandkuchen am Meer! –  sondern hat die geschmackvollen Gastronominnen auch in Städten wie Neumünster und Saarlouis aufgespürt. Herausgekommen ist eine Mischung aus Gründergeschichten mit dazu passenden praktischen Tipps (übrigens: Viele Frauen um die 40 gehören zu den mutigen Seiteneinsteigerinnen!), Dekotipps zum Nachmachen, Rezepten und kulinarischem Reiseführer. Ein Coffee-Table-Book, das seinen Namen verdient. Das gefällt uns, da wollen wir sofort losfahren nach Schafstedt oder Rapperswil. Aber vorher ist noch Zeit für ein paar Fragen an die Autorin Meike (37) aus Hamburg.

Sugar Girls

Braunschweig, Cafe Himmelhoch: ein Lieblingsplatz in Niedersachsen
©Ulrike Schacht

40-something: Meike, bist du auch ein Sugar Girl?

Meike Werkmeister: Absolut – ich liebe es, in Cafés zu sitzen, allerdings lieber vor als hinter der Theke. Ich bin begeisterter Gast! In meinem Lieblingscafé, dem Eppenlove in Hamburg-Eppendorf, ist auch die erste Idee zu diesem Buch entstanden: Das wird von zwei Frauen geführt, die beide totale Quereinsteigerinnen sind, einer gelernten Makeup-Artistin und einer ehemaligen Verwaltungsangestellten. Deren Mut hat mich inspiriert. Unterwegs haben wir dann viele solcher Frauen getroffen, die gute Jobs und berufliche Sicherheit aufgegeben haben, um sich diesen Traum zu erfüllen. Und auch wenn es oft hart ist, bereut hat es keine!

Sugar Girls

Wo die Idee geboren wurde: Cafe Eppenlove, Hamburg Eppendorf
©Ulrike Schacht

Sugar Girls: nicht nur Zuckerschlecken, sondern auch harte Arbeit

40-something: Ihr seid von Nord nach Süd nach Deutschland gereist und habt euch solche Gründergeschichten angehört. Welche hat dich besonders berührt?

Meike Werkmeister: Es waren etliche dabei, bei denen ich spürte: Da hat jemand wirklich sein ganzes Herzblut reingesteckt in sein Projekt. Doreen aus Braunschweig hat am Telefon geweint, als wir sie angerufen und um ein Gespräch gebeten haben – einfach, weil sie sich so gefreut hat, dass ihre Mühe wahrgenommen und gewürdigt wird. Das hat natürlich auch mich gerührt. Oder Brit aus Mainz, die mich so beeindruckt hat mit ihrer Belastbarkeit: Kocht und bäckt den ganzen Tag, und abends bereitet sie dann noch ein Catering für 100 Leute vor. Unglaublich, welche Energie und Liebe diese Frauen in ihre Läden stecken – und das strahlen diese Orte auch aus.

Sugar Girls

So sehen Sieger aus: Stefanie vom Café Glücklich in Ravensburg
©Ulrike Schacht

Buch fertig – und mehr auf den Hüften als zuvor…

40-something: Ihr habt eine Menge leckeren Kuchen gegessen unterwegs – welcher war der beste?

Meike Werkmeister: Oh, da muss ich überlegen – vielleicht die Heidelbeer-Baiser-Torte von Carola aus Essen? Jedenfalls haben wir zu dritt bei der Recherche insgesamt fünf Kilo zugenommen, die mussten erstmal wieder runter.

40-something: Und jetzt, lässt du die Schreiberei auch sein und gründest einen eigenen Laden?

Meike Werkmeister: Ach nein, das war nie mein Traum. Aber ich habe jetzt noch größeren Respekt vor der Leistung, denn ich war überrascht, wie viele Fähigkeiten man doch mitbringen muss: Ein Café zu führen ist ein Vollzeitjob, mehr noch, ein 24-Stunden-Job. Und die größte Liebe zu Kuchen nutzt nichts, wenn das kaufmännische Wissen fehlt, das habe ich überhaupt nicht. Mit Familie und Kindern ist das auch schwer zu vereinbaren, es sei denn, mehrere Frauen tun sich zusammen und wechseln sich ab. Ich bleibe dann doch lieber Gast.

Mehr Info zum Buch: www.callwey.de/buecher/sugar-girls/

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Inspiration für Deko-Ideen: Pure Living Bakery in Wien
©Ulrike Schacht

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