Fitness für Frauen: drei Bloggerinnen, drei Meinungen

Fitness für Frauen: Also, Mädels, wie halten wir es denn so mit dem Sport? Das fragten wir uns in der letzten Dreierrunde. Verena prustete gleich als Erste los: „Um darüber zu reden, brauche ich keine zehn Minuten!“

Esther: „Bei mir ist das total anders, ich fühle mich komplett krank, wenn ich keinen Sport machen kann.“

Verena: „Welchen Sport machst du, und wie oft?“

Esther: „Yoga, Pilates, und dazu gehe ich in die Muckibude, für einen Mix aus Cardio und Gewichtheben. Und im Sommer versuche ich so viel es geht, mit dem Rad zu fahren. Aktuell sind das 12,5 Kilometer pro Strecke in die Agentur, die mich regelmäßig bucht. Der Weg macht mich richtig glücklich. Fällt Sport aus, weil ich erkältet bin, fühle ich mich schlecht und bin dann auch schlecht zu ertragen. Ich brauche das auch zur Entspannung.“

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Mehr als nur Sport. Und das Tolle: Yoga kann man überall ohne viel Aufwand ausüben

Verena: „Hast du Trainingsziele?“

Esther: „Die definiere ich eher in Hosengrößen. Aber das war auch mal anders. In meiner besten Zeit, als ich viel gelaufen bin, habe ich drei Runden um die Alster geschafft, also etwa 21 Kilometer. Ich wollte auch wieder mit dem Laufen anfangen, aber irgendwie komme ich nicht rein. Beim Yoga kann ich auch Erfolgserlebnisse verzeichnen. Als ich anfing, dachte ich, dass ich bestimmte Positionen nie schaffen würde. Die Krähe oder den Skorpion. Irgendwann ging es dann doch. Das fand ich super. Aber ich übe Yoga in erster Linie als Zwangsentspannung, weil mir das im Alltag nicht so gut gelingt. Wenn ich meine Yogastunde am Dienstag oder Freitag habe, weiß ich, dass ich hinterher viel balancierter bin.“

Esther: „Und du so, Silke, wie hältst du‘ s mit dem Sport?“

Silke: „Ich fahre auch viel Fahrrad. Und früher, zur Kindergarten- und Grundschulzeit, bin ich viel mit den Kindern gelaufen. Das waren oft zehn, zwölf Kilometer am Tag. Inzwischen praktiziere ich den Sport Kinderbringing nicht mehr. Das war lange meine Paradedisziplin.“

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Verena: „High Impact Kinderbringing ist sowieso eine hoch ambitionierte Sportart. Kinderschlepping ebenso.“

Silke: „Kinder sind unwahrscheinlich gut für die gesamte Kondition. Du musst die hochheben, es werden immer komplett verschiedene Muskelgruppen angesprochen. Gerne legen sie auch kleine Parcours für dich aus, die deine Feinmotorik trainieren. Jetzt sind die Kinder aber mittlerweile so groß, dass ich diese Sportart immer weniger ausübe. Ich schwimme im Sommer gern, fahre Rad und müsste eigentlich auch noch mehr tun. Aber so wie bei dir, Esther, dass ich Sport als Freude empfinde, das habe ich nur früher beim Radfahren und Schlittschuhlaufen gehabt. Alle anderen Sportarten haben mich nicht wirklich überzeugen können. Aber vielleicht gibt es da ja noch ein erstes Mal.“

Esther: „Und bei dir, Verena, wie ist es da?“

Verena: „Da kann ich sofort anknüpfen. Sportarten, die mir richtig Spaß machen, sind Skifahren, Inlineskaten und auch Schlittschuhfahren. Aber ich war auch nie besonders sportlich. Beim Schulturnen fühlte ich mich als schreckliche Versagerin. Vor allem bei den Ballsportarten – immer die letzte, die einer Mannschaft zugeteilt wurde. Das motiviert nicht sonderlich. Mit 18 habe ich mich dann allerdings im Fitnessstudio angemeldet und war dann tatsächlich fast zwanzig Jahre lang regelmäßig dreimal pro Woche im Studio und bin auch gejoggt. Aber das war pure Disziplin, kein Vergnügen. Mittel zum Zweck und eine reine Vernunftssache.“

Esther: „Vielleicht kann ich dir ja Nachhifle in Sachen „Sport macht Freude“ geben, und wir gehen mal gemeinsam Inlineskaten?“

Verena: „Ich habe gar keine Inlineskates mehr … Als mein erstes Kind geboren wurde, hab ich noch mal Mutter-Kind-Turnen versucht. Aber das ging nicht gut. Meine Tochter wollte alle halbe Stunde an die Brust, da saß ich die meiste Zeit am Rand. Und dann habe ich einfach gemerkt, dass mir meine Eigenzeit unglaublich wichtig ist. Und die wollte ich in den ersten Jahren mit den Kindern nicht auch noch für etwas aufwenden, das mir in dem Moment keine Freude bereitet. Das muss ich nicht haben. Jetzt denke ich manchmal, ich könnte mir wieder etwas Zeit abknapsen. Aber ein schlechtes Gewissen habe ich nicht, wenn ich nicht hingehe. Mir ist es heilig, dass ich mal zwei Stunden auf dem Sofa ein Buch lesen kann.“

Esther: „Gibt es bei euch beiden etwas, das ihr doch mal ausprobieren wollt?“

Verena: „Stand-up-Paddling wollte ich immer schon mal machen, weil es etwas Meditatives hat. Ich verausgabe mich ungern. Ich mache lieber etwas, das etwas länger dauert und gleichmäßiger ist. Dazu kommt noch das Naturerlebnis. Das finde ich reizvoll.“

Silke: „Stand-up-Paddling klingt gut! Sport in der Natur finde ich auch schön. Ich bin vor mehr als zwanzig Jahren mal Ski gelaufen. Das fand ich klasse. Würde ich gern mal wieder ausprobieren. In der Babyzeit habe ich mit Pilates angefangen, das mochte ich auch. Ich bin aber bei den Entspannungsteilen immer tief eingeschlafen. Das war mir richtig peinlich. Für mich sind Turnvereine und feste Kurszeiten schwierig, weil ich oft Termine habe. Und für Walking und Radfahren hat mein Schweinehund beim Hamburger Wetter oft gute Verzichtsgründe. Aber ich muss etwas Neues anfangen. Mal sehen, was das wird.“

Esther: „Wir haben doch schon lange ein Wochenende im Wendland geplant. Vielleicht sollten wir unsere Räder mitnehmen oder ganz entspannt schön lange spazieren gehen? Oder noch besser: Wir verabreden uns zum Stand-up-Paddeling! Das können wir in Hamburg fast überall machen.“

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