Frauensache Eisenmangel

Frauen sind anders, und Männer auch. Die Kerle haben nicht nur mehr Muskeln, sondern auch viel seltener einen Eisenmangel. Immerhin hat jede zweite Frau zu wenig von dem wichtigen Stoff, der quasi als Taxi für den Sauerstoff in unserem Blut dient. Ein Grund, warum Frauen eher betroffen sind als Männer, können starke Menstruationsblutungen sein. Allein die Tatsache, dass Frauen jeden Monat ihre Periode haben, macht sie zu einer Risikogruppe. Nach den Wechseljahren sieht es dann wieder etwas besser aus. Häufig schieben Frauen allerdings die klassischen Eisenmangelsymptome auf Stress.

Frauensache Eisenmangel: die Symptome

Müdigkeit, Antriebslosigkeit, häufige Erkältungen, Blässe, eingerissene oder trockene Mundwinkel und brüchige Haare und Nägel können auf alles und nichts hindeuten. Fallen einige dieser Symptome zusammen, ist es spätestens an der Zeit, den Ferretinwert beim Doc zu checken. Die Behandlung in Eigenregie ist keine gute Idee: Säfte aus dem Reformhaus enthalten so wenig von dem wichtigen Stoff, dass eine echte Unterversorgung nicht ausgeglichen werden kann. Auch Präparate aus der Apotheke sollte man nicht auf blinden Verdacht schlucken, denn wenn zu viel Eisen aufgenommen wird, können Vergiftungserscheinungen auftreten. Wer glaubt, dass ihm Eisen fehlt, gehört in die Arztpraxis! Auch weil eine Therapie und deren Erfolg dann anschließend nachgemessen werden können – und weil der Arzt schwerwiegende Ursachen wie etwa innere Blutungen ausschließen kann.

Richtig futtern hilft

Die Kombi Vegetarier/Veganer plus Frau ist schwierig, allein wenn es um den Eisengehalt im Blut geht. Denn die wichtigsten Quellen für eine ausreichende Zufuhr aus der Nahrung sind nun mal Fleisch und Wurstwaren. Schweine- und Rinderleber stehen ganz oben auf der Liste der guten Lieferanten. Nur, selbst Fleischesser essen das höchst selten. Bratwurst, Hackfleisch und Rind helfen aber ebenfalls, nicht in einen Mangel zu rutschen. Wer gar kein Fleisch essen mag, sollte auf jeden Fall – auch ohne die beschriebenen Anzeichen – regelmäßig den Eisenstatus beim Arzt messen lassen und eisenreiche pflanzliche Alternativen setzen. Hülsenfrüchte, Ölsamen, Vollkorngetreide und Dinkel liefern das wichtige Spurenelement. Wird ein Eisenmangel festgestellt, gleichen Kapseln diesen wieder aus. Und nach kurzer Zeit ist auch der Unterschied zwischen Männern und Frauen wieder etwas geringer, zumindest was den Eisenmangel betrifft.

 

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