Lange Nacht des Yoga

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Rein ins Wochenende und ab auf die Yogamatte: Am 22. Juni 2019 öffnen wieder rund 115 Yoga-Locations in Hamburg, München, Köln, Bochum und auf Sylt von17 bis 23 Uhr ihre Tore für die LANGENACHTDESYOOOGA. Yogabegeisterte und -neulinge können für einen Beitrag von 20 Euro den ganzen Abend über verschiedene Kurse in teilnehmenden Studios ihrer Stadt besuchen. Hinter dem Event steckt „Yogafür alle e.V.“. Cornelia Brammen (3. von rechts auf dem Foto!), Gründerin des Vereins „Yoga für alle e.V.“ und praktizierende Yoga-Lehrerin, ist von der unterstützenden Wirkung des Yoga im therapeutischen Kontext überzeugt. Warum sie sich für soziales Yoga einsetzt, was das genau ist, und was sie motiviert, erklärt sie hier:

Warum eignet sich gerade Yoga so gut als therapiebegleitende Maßnahme?

Yoga ist eine wunderbare Methode, um Menschen in die Selbstwirksamkeit zu bringen. Viele Krankheitsbilder sind darauf zurückzuführen, dass wir uns selbst nicht mehr spüren. Dieser Mangel führt zu gesundheitsschädigenden Stressreaktionen des Körpers bis hin zum völligen Leerlaufen (Depression) oder zum Überlaufen (Aggression, Gewalttätigkeit). Indem Yoga durch bewusstes Atmen, Körperübungen, Mantren und Meditation den Blick nach innen lenkt, bringt es uns in Verbindung mit uns selbst.

Welche persönliche Begegnung oder Erfahrung aus Deinen eigenen Yoga-Lehrstunden hat Dich besonders beeindruckt?

In einem Kurs für Menschen mit psychischen Erkrankungen hat ein Teilnehmer nach der Stunde tiefgeseufzt, fing an zu weinen und sagte: „Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich mich wieder mit der Welt verbunden gefühlt.“ Das hat mich tief berührt, weil es genau das beschreibt, was Yoga vermag. Dass es einen großen Bedarf für das gibt, was Yoga für alle e.V. in die Welt bringen möchte, zeigen die vielen Anfragen von sozialen und staatlichen Einrichtungen. Dass wir von zwei Einrichtungen des Strafvollzugs in Berlin gebeten worden sind, Yoga für Gewalt- und Sexualstraftäter zu geben, war ein deutliches Signal.

Mit welchen Trägern arbeitet Ihr zusammen?

Zurzeit arbeiten wir u.a. mit den Justizbehörden in Hamburg und Berlin zusammen, mit Frauenhäusernin Hamburg, Bochum und München, mit der Diakonie in Hamburg und auf Sylt, mit Insel e.V., Therapiehilfe e.V. und Nussknacker e.V. in Hamburg, mit Therapienetz e.V. in Bayern und mit Parisozial in Köln. Das Interesse ist sehr groß und unser Angebot wächst ständig.

Was ist langfristig Euer Vereinsziel?

Wir wünschen uns, dass Yoga nicht nur in Yogastudios, sondern auch in Kliniken, Rehazentren, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen angeboten wird und Yogalehrende, AusbilderInnen, soziale und staatliche Einrichtungen, die therapeutisch arbeiten, das Potential sozialen Yogas erkennen und nutzen. Möglich wird das durch Spenden, denn wir schulen Yogalehrende, die für den Verein unterrichten, intensiv im Bereich psychosensibles Yoga, sowie Yoga und Trauma.

Weitere Informationen zum Verein Yoga für alle e.V. unter www.yogahilft.com. Alle Infos und Ticketszum Charity-Event LANGENACHTDESYOOOGA unter www.yoganacht.de.

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