New York: kulinarische Geheimtipps

Im Meatpacking District ist New York wohl gerade am heißesten. Alle zieht es an die High Line im Westen von Manhattan, einer zur Promenade umfunktionierten Hochbahntrasse, auf der bis 1980 die Güterzüge mit dem Schlachtvieh ankamen.

New York kulinarisch 40-somthing.de Walking on High Line, immer ein Vergnügen! Foto: elvis für www.nycgo.com

Walking on High Line, immer ein Vergnügen! Foto: elvis für ©www.nycgo.com

Hier wimmelt es vor bärtigen Hipstern, neugierigen Touristen und vermögenden New Yorkern. Die Mischung aus städtischem Grün, Kunst und Industriebrache am Hudson River hat offensichtlich große Anziehungskraft. Auch ich unternehme einen Spaziergang auf diesem 2,3 km langen Parkstreifen und schlendere anschließend durch die Chelsea Markthallen.

New York kulinarisch Chelsea Markthallen 40-somthing.de ©Ann-Christin Bassin

Nicht nur gucken! Hier in den Chelsea Markthallen sollte man auch essen ©Ann-Christin Bassin

Eine perfekte Adresse zum Einkaufen und Essen: New York kulinarisch to go, sozusagen. Leckere Brötchen, Muffins oder Cupcakes bekommt man bei Amy’s Bread. Bei Friedman’s sitzt man an hohen Tischen und genießt typisch amerikanisches Mittagessen wie Burger, Chili con Carne oder überbackene Makkaroni.

Chelsey Thai 40-something.de ©Ann-Christin Bassin

Schnell und lecker: Chelsea Thai ©Ann-Christin Bassin

Chelsea Thai ist für seine schnellen Mahlzeiten bekannt, das Essen wird frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Wer keinen Appetit hat, kann im Chelsea Market Bücher, Küchenutensilien und orientalischen Schmuck bewundern.

New York kulinarisch Chelsea Market: gucken, essen, schauen, kaufen @Ann-Christin Bassin

Chelsea Market: gucken, essen, schauen, kaufen @Ann-Christin Bassin

An der Washington Street, gegenüber der Südspitze der berühmten High Line, gibt es im „Kava Cafe“ den wohl besten Kaffee in ganz New York City. Der Preis ist denn auch entsprechend: 5 Dollar, inklusive Tip. Darauf muss man gefasst sein, wenn man’s in der Metropole lecker mag.
Frisch gestärkt geht es dann ins Whitney Museum of American Art. Der Neubau des italienischen Meisterarchitekten Renzo Piano – ein gräulicher Stahlkoloss – ist von außen eher hässlich.

New York kulinarisch Kunst Whitney Museum ©Ann-Christin Bassin

Kunst und Genuss: Whitney Museum ©Ann-Christin Bassin

Von innen wirkt das Ungetüm wesentlich attraktiver: Großzügige, helle Räume laden zu einem Spaziergang entlang der modernen Kunst Nordamerikas ein. Andy Warhol, Edward Hopper, Jackson Pollock, Keith Haring. Noch bis zum 1. Juni 2017 findet hier die Biennale für zeitgenössische Kunst statt. Die 63 Künstler zeigen Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Filme und Videos sowie Fotografien, Performances und Musik. Absolut sehenswert!

New York kulinarisch: Den Big Apple mal anders genießen

Gleich um die Ecke, in der Hudson Street, hat der deutsche Sternekoch Günter Seeger kürzlich sein gleichnamiges Restaurant eröffnet. Die Küche – puristisch und sehr schmackhaft. Noch immer bilden vor allem die zugewanderten Köche die kulinarische Spitze der Acht-Millionen-Stadt. „Agern“ heißt z.B. das Restaurant des Dänen Claus Meyer im Grand Central Terminal, dessen „Noma“ in Kopenhagen weltberühmt ist. Ganz zu schweigen von dem Schweizer Daniel Humm, dem Shootingstar unter Amerikas Köchen, der in seinem „Eleven Madison Park“ der Weltspitze zeigt, wo aktuell der Fleischklopfer hängt.

Einfach Weltklasse: New York kulinarisch

An vorzüglichen Vier- oder Fünfsternerestaurants mangelt es in New York nicht. Doch das hohe kulinarische Niveau kommt auch Touristen mit schmalerem Geldbeutel zugute. Dank der coolen Foodtrucks kann selbst am Wegesrand geschlemmt werden. Auch die vielen Delis bieten frisches Essen verhältnismäßig günstig an. Mich zieht’s auf meinem Trip „New York kulinarisch“ zum Lunch ins „Fig & Olive“, einem mediterranem Restaurant im Fleischdistrikt, in dem leichte Gerichte mit viel Gemüse und Olivenöl statt Butter serviert werden. Den Hauptgang gibt es ab 21 Dollar. Allein die kunstvolle Vollendung der Kürbissuppe vor dem Gast ist ihr Geld wert.

New York kulinarisch fig and olive 40-somthing.de ©Ann-Christin Bassin

Fig&Olive: Der Name ist Programm. Statt Butter kommt hier Olivenöl auf den Tisch ©Ann-Christin Bassin

Es folgt ein kurzer Sprung in den Central Park, ein Blick in das wohl bekannteste Juweliergeschäft der Welt an der 5th Avenue – Tiffanys. Auf derselben Straßenseite Richtung Süden stehe ich nur wenige Meter weiter vor dem Trump Tower.

Shop till you drop? Nicht unbedingt!

Was soll ich sagen? Der protzige Einkaufstempel, von innen mit 2500 Tonnen überwiegend rosa Marmor, Gold, jeder Menge Spiegeln und einem 18 Meter Wasserfall gestaltet, ist genauso überladen und großspurig wie sein Namensgeber. Nichts wie raus hier!
Wie überall auf der Welt finden sich nun rechts und links der Prachtstraße die allseits bekannten Filialen: Starbucks, H&M, Zara, Esprit und so weiter. Ich denke: „Wenn man den Kopf nicht hebt, könnte man glatt meinen, man geht durch die Hamburger Innenstadt.“ Abends schreit mein Körper nach Protein. Im Steakhaus „Del Frisco’s, nahe dem Rockefeller Center, wird die Gier in eleganter Atmosphäre aufs Vortrefflichste bedient. Tolle Fleischqualität und 1200 Weine! Ich entscheide mich für einen amerikanischen Riesling, meine Lieblings-Rebsorte ist hier gerade absolut in. Sehr lecker! Die Steaks kosten ab 49 Dollar.

One World Trade Center: New York ist zurück

Das höchste Gebäude der Stadt, das One World Trade Center, misst 541 Meter. Nicht nur hier zeigt die Stadt: New York ist zurück. Noch selbstbewusster, monumentaler und stolzer denn je. Aus dem 104. Stock hat man eine sensationelle Aussicht! Zu Füßen des One World Trade Center liegt die Gedenkstätte 9/11. In das riesige Bassin aus schwarzem Marmor stürzt von allen Seiten Wasser in große Tiefe hinab. Auf dem Rand sind die Namen der knapp 3000 Anschlagsopfer verewigt.

New York kulinarisch 40-something.de ©Ann-Christin Bassin

Ort der Erinnerung: Das Mahnmal für die Opfer von 9/11 ©Ann-Christin Bassin

Nach dieser beklemmenden Erfahrung habe ich Lust auf Tee und Gebäck. Das geschmackvoll eingerichtete Fünfsternehotel „Peninsula“, nahe dem Central Park an der 5th Avenue, lädt zum Afternoon Tea ein. Hier ist der gebürtige Schweizer Samuel Linder (34) seit kurzem Küchenchef.

New York kulinarisch Peninsula Lindner 40-something.de

Kulinarischer Hochkaräter: Chefkoch Lindner vom Peninsula Foto: PR

Seine Stationen vorher: Top-Restaurants in Dubai und Manila. Linder ist in der ganzen Welt zu Hause, denkt aber heute noch gerne an die Familienferien seiner Kindheit zurück: „Wir sind jedes Jahr mit unseren Eltern an die Nordsee nach Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein gefahren und ich erinnere mich heute noch an die würzige Seeluft.“

New York kulinarisch Afternoon tea Peninsula 40-something.de Foto: PR

New York kulinarisch – Ruhe im Big Apple beim Afternoon Tea im Peninsula Foto: PR

Am Abend bekomme ich im „Clement“ einen Eindruck von seinem feinsinnigen Kochstil. Als Vorspeise gibt es eine Hummersuppe, danach rohen Tunfisch, einen Quinoa-Grünkohl-Salat, geschmorte Rippen mit Pastinakenpüree und schwarzem Trüffel. Als Dessert warme Apfeltarte – himmlisch!
Anschließend fahre ich in den 23. Stock des Hotels, um einen Sundowner in der Rooftop-Bar „Salon de Ning“ zu nehmen. Die Lichter der Stadt strahlen und ein nicht enden wollender Verkehrsstrom wälzt sich durch die Straßen, während ich meinen Cocktail entspannt in luftiger Höhe genieße. Eigentlich wollte ich ja noch unbedingt ein Pastrami-Sandwich im jüdischen Deli „Katz’ Delicatessen“ genießen, in dem Meg Ryan so lustvoll ihren Teller aufaß. Leider war die Zeit zu kurz und ich musste mich diesmal auf Midtown Manhattan konzentrieren. Man schafft meist nur einen kleinen Teil der vielen Sehenswürdigkeiten. Den Rest spare ich mir für Ihren nächsten Besuch auf, denn der kommt bestimmt!

Info für alle, die jetzt auch Lust auf einen kulinarischen Kurztrip nach New York bekommen haben: 
New York City besteht aus fünf Stadtbezirken, von denen der glamouröseste und wohl auch teuerste Manhattan ist. Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Preiswert sind die vielen Hostels wie das „Chelsea Star Hotel“. Für dickere Brieftaschen empfehlen sich verschiedene Vier- und Fünfsternehäuser.

New York ist besonders schön im Mai/Juni und dann wieder nach dem schwül-heißen Sommer im September und Oktober. Seit Beginn des Winterflugplans 2015/16 gibt es mit United Airlines eine Direktverbindung zwischen Hamburg und New York (Flughafen Newark) mit einer größeren Maschine als bisher – einer Boing 767-300.

New York United Airlines Terminal New York kulinarisch 40-something.de ©Ann-Christin Bassin

Punktlandung: New York ist nicht nur eine Reise Wert. New York United Airlines ©Ann-Christin Bassin

Das bedeutet vor allem mehr Beinfreiheit für die Reisenden. Wer während des Fluges bequem schlafen möchte, sollte die BusinessFirst-Klasse mit ihren 180 Grad Flat Beds buchen. Vom 25. Mai bis 5. September 2017 gibt es eine tägliche Verbindung. Zurzeit schon ab 450 Euro für Hin- und Rückflug.

New York kulinarisch 40-something.de

Ann-Christin Baßin, Autorin, Coach, Fotografin und Genießerin

Ann-Christins Trip „New York kulinarisch“ wurde unterstützt von United Airlines.

One thought on “New York: kulinarische Geheimtipps

  1. Katrin / soulsister meets friends

    liebe Ann-Christin,
    und schon habe ich wieder Fernweh … alles deinetwegen. Ich liebe New York! Deine kulinarische Stadt-Tour wandert sofort auf mein New York – Travelboard auf Pinterest und beim nächsten Mal in dieser großartigen Stadt habe ich gleich ein paar gute Tipps parat. Danke dafür!
    herzlichst Katrin / soulsister meets friends

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.